
In Deutschland kommen jedes Jahr etwa 150 Kinder neu in die Situation, dass ihre Nieren nicht mehr ausreichend arbeiten und deshalb eine künstliche Blutwäsche die Funktion der Nieren ersetzen muss.
Die Nieren haben in unserem Körper lebenswichtige Aufgaben:
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Reinigung des Körpers von den Abfallstoffen des Stoffwechsels
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Kontrolle über die richtige Menge an Wasser und Mineralsalzen im Körper
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Steuerung der Bildung von roten Blutkörperchen im Blut
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Regelung des Blutdrucks
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Kontrolle des Knochenwachstums
Die künstliche Blutwäsche
Wenn die Nieren endgültig ihre Funktion verloren haben und die beschriebenen lebenswichtigen Aufgaben nicht mehr erfüllen können, müssen sich die betroffenen Kinder einer künstlichen Blutwäsche unterziehen.
In der Regel müssen sich die Kinder dann entweder 3 x in der Woche für 3-5 Stunden mittels einer Maschine das Blut reinigen lassen. Wo möglich können sich die Kinder mit der sogenannten Bauchfelldialyse behandeln lassen.
Beide Verfahren sind für das Kind und die Familie sehr belastend und führen zu starken Beeinträchtigungen.
Gleichwohl kann die künstliche Blutwäsche nie die Aufgaben von gesunden Nieren erfüllen.
Das bedeutet zusätzlich drastische Einschränkungen im Hinblick auf die Trinkmenge und die Ernährung. Zudem ist die Einnahme einer Vielzahl von Medikamenten täglich notwendig.
Ziel: Die Nierentransplantation
Ziel aller Bemühungen in der Nierenersatztherapie ist die Transplantation. Die künstliche Blutwäsche kann die Reinigung des Blutes nur sehr unbefriedigend erreichen. Zudem ist die Behandlung für die häufig noch sehr kleinen Patienten und ihre Familien eine große Belastung.
Eine gelungene Transplantation verbessert die Situation der betroffenen Kinder ganz erheblich. Sie können in ihrem sozialen Umfeld dann wieder ein fast normales Leben führen. Trotzdem sind die Kinder dann nicht, wie allgemein angenommen wird, gesund.
Die Patienten müssen in enger ärztlicher Kontrolle bleiben. Auch Jahre nach der Transplantation kann immer wieder eine Abstoßung des fremden Organs drohen, weil das Spenderorgan lebenslang für den Empfänger ein Fremdkörper bleibt, auch wenn sich um eine Lebendspende von einem Elternteil handelt.
Deshalb müssen die Kinder hochwirksame Medikamente ( z.B. Cortison ) einnehmen, die eine Abstossung des Transplantats verhindern sollen. Diese Medikamente sind natürlich auch mit Nebenwirkungen behaftet.
Trotz aller medizinischer Bemühungen können Kinder nach einigen Jahren ihr transplantiertes Organ wieder verlieren und eine erneute Dialysebehandlung wird notwendig.
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